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MY DAY

Wie soll ich es beschreiben? Mir ging es heute richtig gut. Ich habe ein super MEP (mise en place=Vorbereitung) gehabt, so dass mir der Roomservice gleich 6 Uhr morgens nichts ausmachte. Ebensowenig machte es mir etwas aus, dass ich bis 6:30 Uhr alleine vom Service da war und dann, naja, dann hatte ich um 6:30 gleich noch einen 2. Roomservice … nagut. Ich war auf alles sehr gut vorbereitet und der Tag verlief sehr routiniert und zügig. Es machte einfach Spaß – so sollte der Job sein. Nur 1x habe ich mich ziemlich geärgert, aber egal.

Zu 14 Uhr hatte ich dann Feierabend und bin mit meinem Auto nach Hause gejuckelt. Ich wusste, dass ich um diese Uhrzeit „sturmfrei“ hatte und nahm mir vor, mich nur einmal bei dshini.net einzuloggen, um noch schnell den 2. Zeitdaily zu machen, damit ich nicht wieder nach hinten hinaus so lange am Rechner sitze. (… um den 3. Zeitdaily zu machen und dann auch den Bonus zu kassieren), danach wollte ich einfach noch einige Aufgaben lösen und dann … während die Spiele laufen einfach eine Runde joggen gehen.

Soviel zum Plan und auch in der anfänglichen Umsetzung war alles gut, jedoch wollten meine Beine und mein Kreislauf irgendwie nicht so. Ich hatte ziemlich starke Brustbeinschmerzen und bin auch irgendwie anders von der Beinmotorik her gelaufen als sonst – ob es an den neuen Schuhen lag? Ich meine, die sind wirklich bequem und es ist in der Tat ein ganz anderes Fußgefühl, … eigentlich super. Vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass ich heute schon gearbeitet hatte und das nicht gerade stressfrei und wenig? Oder kann es sein, dass ich mich nicht aufs Laufen konzentriert habe, weil ich ständig am Wegesrand nach Kräutern gesucht habe (nein, ich bin nicht stehen geblieben, um welche zu pflücken) Ich habe die angenehme Wärme genossen, die Tatsache genossen, dass ich mal so richtig am hellen Tag laufen gehe – und nicht erst in der Dämmerung, die verschiedenen Vogelkästen, die farbenfrohen Blumen, die verschiedenen zarten Frühlingsgrüntöne, … irgendwie war ich wie benommen. Ich bin nach 1,2 km ein Stückchen nur normal gelaufen, dann nochmal bei 2,2 km, …

Ich bin an einem Ententeich vorbei gekommen und wollte einfach mal schauen, ob es dort schon Nachwuchs gibt. Keine Menschenseele war weit und breit dort mit zu sehen und so bin ich zum Ufer gegangen, habe mir einen schönen Sitzplatz gesucht und einfach auf die Oberfläche des kleinen Teiches geschaut und versucht zu meditieren – gar nicht so einfach, wirklich in sich zu kehren und die Umwelt auszublenden. Autogeräusche, Hundegebell, rufende Kinder, telefonierende Erwachsene, Vogelgezwitscher, Baulärm, … es war nicht leicht, aber ich habe es kurz geschafft.

6 Minuten, die unheimlich gut getan haben.

Ich bin dann noch ein Stückchen gejoggt, aber habe es dann endgültig aufgegeben. Stattdessen bin ich noch ein wenig durch die Gegend spaziert. Habe mit dem Handy einige Bilder gemacht und habe dann entschlossen, meine Familie zu kontaktieren … ich hätte gerne noch etwas mit den Kindern gespielt, aber … dicke Luft am Telefon. Was auch immer geschehen war, es war nicht schön, sich zu den Streithähnen zu begeben. Ich habe mich aber sehr gut eingeklingt, versucht zu schlichten und Ärger rauszunehmen, dann die Badetortour zu Hause verlief auch recht ruhig.

Der Mann machte Abendbrot, ich kümmerte mich dann um den Abwasch – ohne Zoff sind nun alle HAPPY und sehr müde im Bett, während wir noch ein wenig LET’s DANCE schauen. ES WAR EIN SCHÖNER TAG.