Der Tag ohne Ende

Kennt ihr auch so Tage, die einfach kein Ende nehmen???

Ich kenne solche Tage bislang nur im negativen Sinne – Tage, wo man einfach nicht weiß, wo einem der Kopf steht, was man zuerst machen sollte, wo man sich gerne auch nur 2 Minuten kurz hinsetzen möchte zum heulen und fluchen – aber nicht einmal dazu ist Zeit.

Heute ganz anders.

Ich hatte 5 Uhr Dienst – nein, eigentlich hatte ich frei und bin für meine erkrankte Mitarbeiterin eingesprungen. Der Wecker klingtelte erstmals um 3:00 Uhr, … ich snoozte so lange, bis es 3:40 war – ein Graus. Ich hab mich gefragt, wer zum Geier diese unmenschliche Uhrzeit erfunden hat, die besagt, dass man weit vor dem wach werden aufstehen muss.

Wie auch immer, easy peasy hab ich mich zurecht gemacht ein Teechen getrunken und war dann 4:05 pünktlich bei der U-Bahn. Die Luft war herrlich draußen, der Wind so eisig und stürmisch. Ich beobachtete, wie er die ausrangierten Tannenbäume leichtfertig einfach über die Straße gleiten ließ, … Mit dem Wind verflog auch meine Müdigkeit.

Im Hotel dann war ich die erste und arbeitete mich total gechillt durch die Aufgaben des 5-Uhr-Dienstes (5 Uhr Dienstablauf) – ich war viel entspannter und eher fertig, als sonst immer. Mein Handy vibrierte und ich las eine SMS vom GöGa. Ich war schon ein wenig verwirrt, denn er musste doch noch lange nicht aufstehen.

Egal.

Plötzlich hatte ich schon einen kompletten Tagesplan, den ich dann einfach mal an meine Azubine weiterleitete. Bis 9:00 hatten wir allerdings nur 17 Gäste im Restaurant … die restlichen 111 sollten also bis 11 noch erscheinen. Die Blumen waren gegossen, die Tafeln neu beschriftet, Lunchkarten gedruckt, das Leergutlager aufgeräumt, Bestellung gemacht und so weiter. Naja, dann fiel mir ein, dass ich noch ein Gespräch mit der Azubine zu führen habe – das haben wir auch gekonnt dazwischen gequetscht. Und schwupp war es 10:30 Uhr und ich bin von Dannen gezogen.

Total fit und noch immer ohne Frühstück im Magen – aber auch ohne Hunger – ging es dann nach Hause.

Kurz überkam mich die Müdigkeit und der Hunger, aber nach 30 Minuten war das weg.

Ich schnappte mir die beiden kleinen Kinder und zuckelte mit denen dick eingepackt in den Wald – rund um die Krumme Lanke sind wir dann 3 Stunden gelaufen, gesprungen, gesessen, … Es war zauberhaft mit den Kleinen und die Zeit, … keine Ahnung, ich hatte das Gefühl, dass wir 6 Stunden weg waren. Es war aber auch zu schön!

Hin und wieder blickte die Sonne durch. Ab und an hatten wir plötzlich einen Hund, der vom Toast angelockt sich an unsere Fersen heftete. Kurzum, … herrlich.

DSCN7659 DSCN7663 DSCN7665 DSCN7669 DSCN7672Dann ein Anruf, … meine Mama. Nach wenigem hin und her dann die Aussage:

FERIEN – 8 Tage in den Sommerferien sind gebucht, … WOW, das ist so toll und wir freuen uns wahnsinnig!!!

DANKE MAMA.

Und jetzt, … ich drehe mich ständig zur Uhr um und doch ist es gerade mal erst 21 Uhr. Seit mehr als 1 Stunde ist es hier schon ruhig – die Kinder sind total kaputt nur noch etwas essen und in der Badewanne gewesen und schlafen seither.

Dem GöGa geht es leider gar nicht gut – er quält sich mit Migräne … es ist so ruhig hier.

Was mache ich nur mit so viel Zeit???

Ich geh nun auch ins Bett. Meine Tagesziele sind erreicht und ich bin sehr happy. Ich wünschte, es wäre jeden Tag so! Warum ich nichts über die VFF Challenge schreibe, … keine Lust, ich esse vegan, bin dadurch wohl auch wieder etwas fitter, aber ich mache es wohl doch mehr für mich so. Mein Muskelkater vom Training gestern mit Sohnemann hindert mich heute am Sport … aber 3 Stunden mit den kids draußen = Sport!

2 thoughts on “Der Tag ohne Ende

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