Archiv | 18. September 2012

heute so, …

Völlig überfüllte U-Bahn – Feierabend und jeder will nach Hause. In der U-Bahn sind links und rechts jeweils eine lange Bankreihe, im Gang stehen schon Menschen und ich hatte einen Platz an der Tür ergattert. Als ein Mann mit einem Kinderwagen einige Haltestellen weiter einstieg, machte ich platz und stellte mich so leicht in den Gang ein.

Es waren noch mehr Passagiere, die einstiegen und ich hatte nur die Wahl, mich auf den Schoss eines anderen zu setzen oder einfach meinen Platz zu verteidigen. Ich entschied mich vorerst für letzteres, als eine Mittvierzigerin der Meinung war, zu fragen:

„Können se nich mal ä bissel innen Gang nei rutschen?“

„Wohin genau?“ fragte ich zurück und meinte dann noch schnippisch: „Was halten Sie davon, wenn ich mich einfach in Luft auflöse?!“

Unfassbar.

Zum einen hatte diese U-Bahn noch weitere 3 Wagons und zum anderen hätte sie ja auch auf die nächste warten können, denn schließlich heißt es nicht umsonst:

WER ZUERST KOMMT,
MALT ZUERST!