Archiv | 15. Juni 2012

Warnschuss des Körpers

Jetzt, am dritten Tag nach meinem körperlichen Zusammenbruch, kann ich mich wieder ein wenig sammeln und etwas schreiben. Schreiben hat mir bislang immer sehr gut getan.

Wie Zusammenbruch, … ja ich hatte in er vergangenen Woche Urlaub, hatte dann noch Montag und Dienstag frei und da ging es los. Am Dienstag Nachmittag gegen 16 Uhr bekam ich zunehmend stärker werdende Schmerzen im Rippenbereich. Es fühlte sich so an, als ob ich Muskelkater hätte. Mir schnürte es die Luft ab, so dass ich nur noch ganz flach atmen konnte. Alles dehnen und massieren half nichts. Am schlimmsten war die rechte Seite betroffen.

Unter Schmerzen bin ich ins Bett gegangen und dachte so naiv, dass ich vielleicht zu viel gesessen hatte.

3 Uhr klingelte mein Wecker und – VERDAMMT, was ist das? – Meine Knochen und Muskel taten noch immer mehr – sie schmerzten sogar noch mehr als am Abend und dazu die immer flacher werdende Atmung. Ich dachte, ich muss sterben.

Es half ja alles nichts, ICH habe den 5-Uhr-Dienst und muss los. Auf den Bus warten: die Hölle, zur S-Bahn flitzen – der Tod, auf die S-Bahn warten – purer Horror, … irgendwann nach 25 Minuten war ich dann im Hotel. Ich schwöre, ich habe mich im langsamsten Schneckentempo vorwärtsbewegt, habe versucht mich neu zu sortieren, so gut es eben ging – immer die Uhr im Nacken. Nach dem Urlaub ist alles immer so verwirrend.

OH GOTT, … vollen Wasserkasten anheben – ging gar nicht! Die Küchencrew musste helfen. Ebenso Saftdispenser tragen oder Brotkisten sortieren. Dann aber sind die Küchenfeen auch in die Pause gegangen und ich stand alleine da. Im Restaurant musste nun die Milch auf den Tischen verteilt werden – ein Klacks normalerweise: Milch am Buffet in die kleinen Kännchen verteilen (2 Liter pro Tablett), dann Tablett in die linke Hand und raus … erst den Tisch checken, ob er wackelt, dann alles ausrichten und Kännchen rauf, zum nächsten Tisch. Furchtbar! Es ging gar nichts. Nur mit größter Mühe habe ich mich bewegt.

Ich bin doch echt doof, ich wollte tatsächlich weiter machen. Klar, keine Luft bekommen, nichts heben können, schmerzend gaaaaaaaanz langsam laufen, aber weitermachen wollen. Typisch ich.

7 Uhr durfte ich mich dann an meine Kollegin übergeben und zum Arzt.

Hört sich gut an … ha, ab da ging es erst richtig los.

Kurz vor 8 Uhr war ich bereits in der Praxis und kam sofort an die Reihe. Meine Beschreibung der Schmerzen (sie waren mittlerweile im ganzen Körper) brachte meinen Arzt ins Grübeln. Noch nie hat er so nachgedacht, was man nun am besten mit mir macht. Auf seiner Liste standen nun:

  1. Blut abnehmen
  2. EKG machen
  3. Röntgen und/oder Computertomographie
  4. … warten …

Schlussendlich war ich dann 17 Uhr endlich zu Hause, konnte mich endlich hinlegen (hab ja in den Praxen zwischendurch geschlafen, weil ich einfach durch war von den Schmerzen). Ich hab dann eine winzigkleine blaue Pille (nein, kein Viagra) genommen und mich sofort hingelegt … es dauerte keine 15 Minuten und ich habe geschlafen wie ein Murmeltier.

Leider ging es in den beiden folgenden Tagen nicht besser und so bin ich nun krank geschrieben. Der Ärztemarathon geht weiter. Zum Glück scheint der Verdacht auf Lungenembolie sich nicht zu bestätigen – aber was habe ich dann????

Abwarten, …

Rumtopfansatz

ICH HABE ES GETAN!!!

Im vergangenen Spätsommer habe ich dieses Schätzchen →

im Keller meiner Großeltern gefunden und mitgenommen. Leider war im vergangenen Jahr einfach keine Zeit mehr für einen klassischen Rumtopf, denn der muss mit den ersten Früchten im Jahr angesetzt werden und das sind nunmal Erdbeeren. Mit Tiefgefrorenen Beeren tut man sich in einem Rumtopf keinen Gefallen.

Für einen wundervollen Rumtopfansatz brauchst du:

  • gute, reife, frische Erdbeeren
  • raffinierten Zucker
  • mindestens 54%igen Rum (von ALDI ist er günstig)

Erdbeeren entstielen, etwas klein schneiden, waschen und abgetropft in eine Schüssel geben. Zucker nach eigenem Ermessen darüber geben und alles gut mischen. Etwa 1 Stunde den Zucker einziehen lassen, danach die ganze Mischung in den Keramiktopf geben und mit dem 54%igen Rum begießen. Die Beeren etwa 1 cm mehr mit Rum bedecken.

Zwischendurch bitte nicht naschen!!!

ABER unbedingt kontrollieren! Die Beeren saugen sich mit dem Rum voll und brauchen eventuell nochmal Nachschub, danach geht es weiter mit:

Sauerkirschen (nicht entsteint), Schwarze Johannisbeeren (von Stielchen abgezupft), Aprikosen und Pfirsiche (abgezogen, entsteint, geviertelt), Reineclauden und Zwetschen (entsteint, halbiert), Birnen, wie Williams Christ (geschält). Als fruchtiger Abschluss eignen sich gut exotische Früchte, wie Ananas (in kleine Stücke geschnitten), Honigmelonen (in Kugeln ausgestochen), Apfelsinen (geschält, in Scheiben geschnitten).

Die Herstellung eines Rumtopfes erfolgt also in Schichten.

Für jede Lage sind folgende Mengen wichtig: 500 g Früchte, 250 g Zucker, 0,5 l Rum.

Wir lesen uns dann später wieder!