Archiv | 7. April 2012

Falscher Hase

Eines der wichtigsten Dinge aus meiner Kindheit, die mir im Gedächtnis geblieben ist, sind die Figuren, die mein Papa an gewissen Feiertagen zum Mittag auf den Tisch gezaubert hat. Heute hatte ich einfach das Bedürfnis, meinen Kindern auch einen vorzeitigen Osterhasen zu präsentieren, da die beiden Großen am Nachmittag mit Oma & Opa in die Ferien gefahren sind. Und so kam dieses dabei raus:

Das Kaninchen war so süß, dass die Püppi begonnen hat zu weinen, als ich ihr die Öhrchen auf den Teller legen wollte. Sie hat einfach gar keine Kartoffeln gegessen – nur Gemüse und Fisch.

Wie ich den gemacht habe?
Ganz einfach:

  • Kartoffeln schälen und klein schneiden, salzen und dann kochen – eine Kartoffel zu kleinen Öhrchen schnitzen
  • Kochwasser abgießen
  • würzen (noch einen Schwung Salz, Muskat, etwas Pfeffer oder wie es euch am besten schmeckt)
  • die beiden modellierten Öhrchen RETTEN!!!
  • Den Rest nun stampfen ABER NICHT MIT MILCH, sondern unbedingt KARTOFFELSTÄRKE benutzen – und diese so viel, bis alles im Topf zu einer klebrigen Masse wird. Es muss leicht teigartig sein.
  • … dann einfach formen … Körper = ein großer Kartoffelhaufen, 1 kleine Kugel = Schwänzchen, 1 mittlere Kugel = Kopf (ggf. mit etwas Wasser festkleben)
  • die Augen sind bei mir Pimentkörner gewesen (es gehen auch Nelken, …)
  • Die Barthaare sind Vollkornspaghettis (zerbrochen)
  • Mit einem Messer kleine Schlitze in den Kopf ritzen um die Öhrchen festzustecken.
  • ausgarnieren

Was man gut dazu essen kann?

  1. Gulasch
  2. Frikassee
  3. Mischgemüse und Fisch aus dem Ofen (Lachs, Wels oder Pangasius)
  4. Letscho
  5. … oder für Vegetarier: den Italienischen Linsenbraten

Also, probiert es aus, eure Kids werden begeistert sein.

Andere Formen gefällig?
… für den Winter einen „Schneeberg mit Schneemann“, oder ein Geburtstagskuchen, …

Was mache ich mit dem Rest?
… ganz einfach Quark und ggf. Rosinen untermischen und dann ab in die Pfanne und schwupp, schon hat man herrlich leckere Quarkkeulchen!

Die letzte 3 am Zahlenanfang, …

Mein herzallerliebster GöGa hat heute Geburtstag … es ist die letzte 3 vorne. Wahnsinn, wie schnell doch die Zeit vergangen ist. Wie viel in all den Jahren doch geschehen ist, …

Ich frage mich manchmal, ob ich mit einem anderen Mann an meiner Seite auch an diese Punkte gekommen wäre, mich auch so entschieden hätte, ich auch so leben würde, wie ich es jetzt tue. Dies herauszufinden wird mir nie gelingen und eigentlich muss es das auch gar nicht, denn ich bin weitestgehend glücklich, so wie es ist. Ich bin dankbar für die verschiedenen Denkanstöße und Veränderungen, die wir in der Zeit durchgemacht haben.

Es war nicht immer leicht, aber viel wichtiger ist stets gewesen, dass wir beide diese Beziehung wollten. Wäre es nicht der Fall gewesen, dann würden wir wahrscheinlich nicht 3 gemeinsame Kinder haben und auch nicht mehr gemeinsam das Leben bestreiten.

Für mich ist es oft nicht leicht, dass ich die Hauptverdienerin bin, dass ich für die Kinder gar nicht die nötige Kraft am Ende des Tages habe, dass ich mit dem Einkauf und den Finanzen gar nichts zu tun habe – oft fühle ich mich rausgeschmissen, obwohl er genau das Gegenteil bezwecken will. Ich kann mich eigentlich gar nicht beklagen, denn was immer ich brauche, ich bekomme es – vom Cappuccino am Morgen bis hin zur Fussmassage am Abend. Wahrscheinlich liegt es einfach nicht in meiner Natur, dass ich alles einem Mann abgebe. Wir Frauen haben da ja schon einen ziemlichen Kontrollzwang, oder?

Auf jeden Fall gab es endlich mal richtig Geschenke für ihn – gar nicht so einfach, wenn man immer heimlich was abzwacken muss, damit er das nicht mitbekommt, da er ja die ganzen Finanzsachen macht – also darf ich nicht ans Konto gehen, … Kompliziert, aber es ist geglückt und er war HAPPY.

Mit Blumen und selbstgemachten Kuchen und heute Morgen auch noch frische selbstgebackene Joghurt-Brötchen, toll gebrühten Kaffee (ja, wenn ich was kann, dann ist es Kaffee für ihn brühen ♥), Geschenken und natürlich einem Ständchen von uns Vieren kann der Tag ja nur gut werden. *mir selbst auf die Schulter klopf*. Was man hier nicht auf den Bildern sieht, ist noch eine kleine Anlage für die Küche – damit die Kinder ihren Ghetto-Blaster wiederbekommen können -, eine Minianlage mit CD-Player, MC-Deck und USB-Anschlüssen.

Mal sehen, was heute noch so geschieht.