Einmal über das Leben motzen!

Bei uns sind die klassischen alten Rollen genau anders herum verteilt:

Ich bin diejenige, die voll arbeiten geht und mein Mann macht alles, was mit Haushalt, Einkauf, Kochen, Kinderhüten etc. zu tun hat. Ich brauche dafür zu Hause nichts zu tun. Für mich ist es sehr anstrengend, aber auch ok. Ich brauche mich wirklich um nichts zu kümmern und kann quasi mein eigenes Leben führen.

Aber das allein wäre ja noch zu ertragen, wenn da nicht das Problem der Schulen in Deutschland wäre, dass sie alle laut schreien, sie seien INTEGRATIONSSCHULEN – die Realität aber sieht leider so aus:

Adrian hat einen I-Status vom Amt bestätigt bekommen, wegen seiner Entwicklungsverzögerung durch die Absencen Epilepsie. Er hat starke Defizite in der Feinmotorik, bei der Konzentration und speichert alles ab, egal ob falsch oder richtig. Deswegen ist der Lehrweg „Lesen durch Schreiben“ bei ihm völlig falsch platziert. –> http://www.lehrer-online.de/lesen-durch-schreiben.php – leider sehen das die Lehrer nicht so und so sitzt er inzwischen schon ein 3/4 Jahr nur seine Stunden in der Schule ab. Er kann weder lesen noch schreiben – er hat resigniert. Dazu kommt, dass 26 Kinder von 5 bis 8 Jahren in einer Klasse sitzen. Er kommt mit dieser Altersmischung und der daraus resultierenden Unruhe in der Klasse (Klasse 1 übt Buchstaben, Klasse 2 schreibt ein Diktat und Klasse 3 hat Freiarbeit) einfach nicht klar. Zwar haben wir einen Lernhelfer bewilligt bekommen, diesen aber nur für 2,5 h täglich und mal davon abgesehen, dass wenn er krank ist, kein Ersatz da ist, ist dieser dann auch nicht nur für ihn da, sondern in der gesamten Klasse zugegen.

Wir haben schon so viele Extramaterialien nebenher schon gekauft, aber wir sind beide keine Lehrer und die Logopäden und Ergotherapeuten haben auch nur begrenzt Zeit. Unser Tag hat auch nur 24 Stunden, … wo wir aber auch noch ein Anrecht auf’s Paarsein haben, noch 2 andere Kinder, … es ist einfach nicht fair.

Ich kann es auch nicht mehr hören, dass die Lehrer und Erzieher uns erzählen, dass sie unterbesetzt sind – ich meine, meine Gäste interessiert es auch nicht, ob wir bei 400 Hausgästen nur zu zweit dastehen oder zu 7. … hauptsache, die haben ihren Kaffee zum Frühstück.

Ich rege mich schon wieder auf … über die Großfressigkeit in der Politik, die von Tuten und Blasen einfach keine Ahnung haben und dennoch das Maul aufreissen. Die gar nicht wissen, was der kleinen Familie damit angetan wird.

 

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4 Kommentare zu “Einmal über das Leben motzen!

  1. Pingback: Fibel-Wunsch ist nun erfüllt ♥ | winnieswelt

    • ich wüsste gar nicht, wohin wir ihn wechseln lassen sollten, da überall in Berlin dieses Mistsystem herrscht und die Schulen, die sich da raushalten sind recht teure Privatschulen, die ich mir nicht leisten kann. 😦

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