Archiv | 9. Februar 2012

Hustensaft – Teil I

… und wiedereinmal hat mich das hießige Wetter erwischt. Ich habe einen richtig heftigen Schnupfen und einen ziemlich lästigen Husten – das passt mir grad so gar nicht in den Kram, … nicht jetzt, wo das Hotel voller Journalisten ist, ein Interview nach dem anderen gemacht wird, … die 62. BERLINALE.

Also musste eines der guten Rezepte meiner Mama her. Der Hauptbestandteil ist ein SCHWARZRETTICH.

Man nehme also ein leeres Glas (ich nehme gerne die kleinen Gläser, wo vegetarischer Brotaufstrich drinnen war), ein Brettchen, ein Messer, den Schwarzrettich und etwas braunen Kandiszucker.

Vom Schwarzrettich schneidet man einfach den Kopf und die Wurzel ab. Die Wurzel kann weg, den Kopf verwenden wir später noch als Deckel.

Dann höhlt man den Rettich so gut es geht aus und schneidet das weiße Fleisch in kleine Stücke. Von unten muss nun noch ein kleines Loch in den Rettich gepiekst werden – am besten mit einem Schaschlikspieß oder einem Essstäbchen.

Dann setzt man den Rettich auf den Glasrand, gibt abwechselnd Kandis und die Rettichstücke in den ausgehöhlten Körper und bedeckt das Ganze mit dem Deckelchen. Wenn dann noch Rettichstücke übrig sind, dann kann man die auch mit Kandis gemischt ins Glasinnere geben.

So bleibt das ganze über Nacht stehen und hat am nächsten Morgen einen wunderbar kandieren süßen Saft. Diesen kann man dann löffelweise trinken – ABER:

BITTE NUR TAGSÜBER,
denn dieser Saft wirkt HUSTENLÖSEND
man muss also stets husten und dieser Effekt ist nachts weniger gewünscht!